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Hilde Domindummy
Foto © Ch. Buck
Hilde Domin
* 27.07.1909   † 22.02.2006
Kurzporträt
Hilde Domin wurde 1909 in Köln geboren. In Heidelberg, Köln und Berlin studierte sie zunächst Jura, dann politische Wissenschaften, Soziologie und Philosophie (u.a. bei Karl Jaspers und Karl Mannheim). 1932 emigrierte sie gemeinsam mit Erwin Walter Palm zunächst nach Rom. Promotion in Florenz. Heirat 1936. Nach 22jährigem Exil in Italien, England und in der Dominikanischen Republik, wo sie als Lehrerin, Dozentin, Übersetzerin und Fotografin tätig war, 1954 Rückkehr nach Deutschland. Lyrik seit 1951, erster Gedichtband 1959. Innerhalb weniger Jahre galt Hilde Domin als eine der bedeutendsten deutschen Lyrikerinnen. Lesungen und Vorträge an Universitäten und in literarischen Gesellschaften des In- und Auslandes. Ihre Werke wurden bisher in 21 Sprachen übersetzt. Seit 1961 lebte sie als freie Schriftstellerin in Heidelberg. Hilde Domin zu Ehren wurde 1992 der Preis der Stadt Heidelberg "Literatur im Exil" ausgelobt. Im Februar 2006 starb sie in Heidelberg.
Mitgliedschaften zu Lebzeiten
PEN-Zentrum Deutschland
Ehrenmitglied des Exil-P.E.N.
Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt
Ehrenmitglied der Heinrich-Heine-Gesellschaft, Düsseldorf
Ehrenmitglied der GEDOK
American Association of Teachers of German
Akademie gemeinnütziger Wissenschaften, Erfurt
Auszeichnungen
1968
Ida-Dehmel-Literaturpreis der GEDOK
1971
Droste-Preis der Stadt Meersburg
1972
Heine-Plakette der Heinrich-Heine-Gesellschaft
1974
Roswitha-Medaille der Stadt Bad Gandersheim
1976
Rainer-Maria-Rilke-Preis für Lyrik
1982
Richard-Benz-Medaille der Stadt Heidelberg
1983
Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund
1983
Bundesverdienstkreuz erster Klasse
1985
Ehrengast der Villa Massimo, Rom
1987/88
Frankfurter Poetik-Vorlesungen
1988
Verdienstkreuz des Landes Nordrhein-Westfalen
1988/89
Poetik-Dozentur an der Universität Mainz
1990
Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
1992
Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz              
Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg
Preis der Stadt Heidelberg "Literatur im Exil"
Medaille der Universität Heidelberg
Ehrenprofessur des Landes Baden-Württemberg
Hermann-Sinsheimer-Preis der Stadt Freinsheim
1994
Großes Bundesverdienstkreuz
1995
Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung
1999
Jakob-Wassermann-Preis der Stadt Fürth
1999
Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen
Veröffentlichungen: Lyrik [Auswahl]
Nur eine Rose als Stütze. Gedichte.
Frankfurt am Main: S. Fischer, 1959.
Rückkehr der Schiffe. Gedichte.
Frankfurt am Main: S. Fischer, 1962.
Hier. Gedichte.
Frankfurt am Main: S. Fischer, 1964.
Ich will dich. Gedichte.
München: Piper, 1970.
Gesammelte Gedichte.
Frankfurt am Main: S. Fischer, 1987.
Der Baum blüht trotzdem. Gedichte.
Frankfurt am Main: S. Fischer, 1999.
Auf Wolkenbürgschaft. Gedichte.
Ill.: Andreas Felger.
Hünfelden: Präsenz, 2005.
Wer es könnte. Gedichte.
Ill.: Andreas Felger.
Hünfelden: Präsenz, 2005.
Sämtliche Gedichte.
Frankfurt am Main: S. Fischer, 2009.
Veröffentlichungen: Prosa, Autobiographisches, Literaturwissenschaftliches [Auswahl]
Das zeitgenössische deutsche Gedicht zwischen Autor und Leser - Doppelinterpretationen.
Frankfurt am Main: Athenäum-Verl., 1966.
Das zweite Paradies. Roman in Segmenten.
München: Piper, 1968.
Die andalusische Katze. Erzählung.
Stierstadt i.Ts.: Verl. Eremiten-Presse, 1971.
Wozu Lyrik heute? - Dichtung und Leser in der gesteuerten Gesellschaft.
München: Piper, 1968.
Von der Natur nicht vorgesehen. Autobiographie.
München: Piper, 1974.
Aber die Hoffnung. Autobiographisches aus und über Deutschland.
München: Piper, 1982.
Das Gedicht als Augenblick von Freiheit.
München: Piper, 1988.
Gesammelte Essays.
München: Piper, 1992.
Gesammelte autobiographische Schriften.
München: Piper, 1992.
Die Insel, der Kater und der Mond auf dem Rücken. Kinderroman.
Ill.: Alexandra Junge.
Frankfurt am Main: S. Fischer, 2009.
Die Liebe im Exil. Briefe an Erwin Walter Palm aus den Jahren 1931-1959.
Frankfurt, am Main: S. Fischer, 2009.
Über Hilde Domin [Auswahl]
Scheidgen, Ilka:
Hilde Domin: Dichterin des Dennoch.
Lahr: Kaufmann, 2006.
Ich will Dich: Begegnungen mit Hilde Domin. Ein Film von Anna Ditges.
Köln: Punktfilm 2007. Deutschland (95 Min.) DVD.
Tauschwitz, Marion:
Dass ich sein kann, wie ich bin - Hilde Domin: eine Biographie.
Heidelberg: Palmyra-Verl., 2009.
Tauschwitz, Marion:
Das heikle Leben meiner Worte : zwanzig Gedichte Hilde Domins und ihre Geschichte.
Mainz: Thiele, 2012.
Hilde Domin 1909-2009: ein Literatur- und Werkverzeichnis.
Heike Cordes, Beate Frauenschuh:
Hilde Domin 1909-2009: ein Literatur- und Werkverzeichnis. externer Link
Heidelberg: Stadtbücherei, Juni 2009
(Themen Spezial)
DLA Marbach: Bestandsverzeichnisse und Nachlass Hilde Domins
Darüberhinaus weisen wir auf die umfangreicheren Bestandsverzeichnisse des Deutschen Literaturarchivs Marbach hin, wo neben Büchern, Sekundärliteratur und - Medien, viele Fernseh- und Hörfunkberichte archiviert sind und Hilde Domins Nachlass aufbewahrt wird.
www.dla-marbach.de externer Link DLA Marbach / Katalogsuche externer Link
Genre
Lyrik, Roman, Essay, Literaturwissenschaft, Publizistik
Internet
Fischer Verlag / Hilde Domin externer Link
Exil-P.E.N. / Hilde Domin externer Link
Diese Titel von Hilde Domin finden Sie in der Stadtbücherei
Porträt in der Ausstellung "Schreiben am Neckar" ansehen
© Stadtbücherei Heidelberg